Ökologische Tiny Forest Effekte
In der breiten Spanne von Einsatzmöglichkeiten bieten Tiny Forests als naturbasierte Lösungen ein teilweise noch unerforschtes Leistungsvermögen, um essenzielle Ökosystemdienstleistungen wie die Bindung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid, die Förderung der Biodiversität und die Reduzierung von Lärm zu unterstützen (Cárdenas et al., 2022).
Erste Studien belegen ein schnelles Wachstum in der Anfangsphase von Tiny Forests, im Vergleich zu klassisch gepflanzten Wäldern (Cárdenas et al., 2022; Qi et al., 2024). Cárdenas et al. (2022) dokumentieren eine sich daraus entwickelnde Kohlenstoffbindung (Cárdenas et al., 2022).
Darüber hinaus werden auf Vorteile, welche durch die Realisierung von Tiny Forests entstehen, wie die Schaffung von Lebensräumen und eine urbane Biodiversitätsförderung hingewiesen (Cárdenas et al., 2022; Charkow, 2022; Qi et al., 2024; Zeybek, 2025).
Die Miyawaki Methode
Die bei der Umsetzung angewendete Miyawaki-Methode wurde in den 1970er-Jahren vom Biologen Dr. Akira Miyawaki (1928 - 2021) in Japan entwickelt (Qi et al., 2024). Inspiriert hatte ihn ein Aufenthalt als Gastwissenschaftler an der Bundesanstalt für Vegetationskartierung in Stolzenau bei Reinhold Tüxen (1899 - 1980), wo er mit „dem Konzept der potenziellen natürlichen Vegetation (PNV) vertraut gemacht wurde“, was sich als wegweisend für die daraus entwickelte Miyawaki-Methode erwies (Gross, 2025, S. 587, übers. durch Verf.). Die entwickelte Methode basiert auf „den Prinzipien der Sukzession in der Ökologie und der PNV“ und hat das Ziel, degradierte Böden zu renaturieren, Aufforstung zu fördern sowie eine breite Spanne von Akteur:innen bei der Pflanzung miteinzubinden (Gross, 2025, S.587, .bers. durch Verf.; Qi et al., 2024, S. 292-293).
